Christian Diehl

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Evolution


seit 2014 in Arbeit




















Großstadttiere


5 teilige Arbeit - 2015



Immer mehr Wildtiere zieht es in die Nähe des Menschen. Je größer die Stadt, desto vielfältiger die Anzahl der dort „eingewanderten“ Tiere - Fuchs, Waschbär, Steinmarder, Reh oder manchmal auch Wildschweine, können jetzt vielerorts in und an urbanen Strukturen des Ruhrgebietes angetroffen werden.

Das Futterangebot und die Rückzugsorte der Tiere auf dem Land werden durch landwirtschaftliche Monokulturen, hohen Düngereinsatz und schwere landwirtschafliche Gerätschaften immer weiter reduziert. Manchmal zerschneiden auch Autobahnen oder Bahntrassen den Lebensraum der Tiere, oder Städte dehnen sich immer weiter aus, so daß dadurch der ländliche „Überlebensraum“ der Tiere minimiert wird.

Zusätzlich halten Mülleimer, Komposthaufen oder Weggeworfenes ein großes Essensspektrum innerhalb der Stadt bereit, das Tier kann ohne großen Jagd - und Sammelaufwand seine Nahrung finden und in städtischen Parks und Grünanlagen gibt es meist keine natürlichen Feinde mehr, es herrschen “fast“ paradisische Zustände.

















Sonnensystem


9 teilige Arbeit - 2013



Kein Mensch hat mit bloßen Auge die Sonne und alle ihre Planeten gesehen. Trotzdem hat der Mensch detailgetreue Bilder vor Augen,
wenn er an Saturn, Jupiter oder Mars denkt. Christian Diehl zeigt in seiner Serie „Sonnensystem“ die Himmelskörper, genauer, das, was man für sie hält.

Bei der Betrachtung der Sonne und ihrer Planeten hat Diehl verblüffend präzise das kollektive Bildgedächtnis angesprochen, sodass Betrachter

zwischen Erkennen und Bezweifeln des Gesehenen hin- und herschwanken. Eine streifig marmorierte Kugel mit Wirbel lässt das Hirn Jupiter assoziieren,
eine rötlich nebelige Fläche den Mars.


Gerhard H. Kock_Westfälische Nachrichten / Textauszug - 2013




















1m3 - Watt


25 teilige Arbeit - 2011

Stipendium "Sylt-Preis für zeitgenössische Fotografie 2011"



Ausgangssituation
Sylt ist die größte nordfriesische Insel und liegt im nördlichsten Teil Deutschlands.

Die Insel zeichnet sich durch einen 40 Kilometer langen Sandstrand im Westen und einem
ausgedehnten Wattenmeerbereich im Osten aus. Sylt ist nur über einen 11 Kilometer langen
Damm erreichbar, da es komplett von Wasser umgeben ist. Heute steht jeder vierte Quadratmeter
Sylter Boden unter Naturschutz. Seit 1985 wurde das gesamte schleswig-holsteinische Wattenmeer
zum Nationalpark erklärt. Wissenschaftler haben ermittelt, daß auf einem Quadratmeter Watt
bis zu zwei Millionen Organismen leben, kaum ein anderer Lebensraum der Erde weist eine
ähnliche Vielfalt auf, selbst der tropische Regenwald hat weniger lebende Substanz als das Wattenmeer.


Umsetzung
Bei meiner fotografischen Darstellung des Themas „Sylt“ gehe ich von einem Kubikmeter

Watt aus, da dieser Bodentyp der vorherschende in dieser Region ist. Der „Erdblock“ wird
komplett in seine Bestandteile zerlegt, die dabei gefundenen Objekte (Käfer, Würmer, Krebse,
Muscheln, Pflanzen, Wurzeln, Steine) werden dann in einem Fotostudio mittels einer „sachlichen“
Fotografie abgebildet. Es findet somit eine Art wissenschaftlich künstlerische Dokumentation statt,
die Aspekte aus den Bereichen Botanik, Geologie und Zoologie beleuchtet. Die einzelnen Bilder
werden bewußt als Versatzstücke eingesetzt, die direkt oder assoziativ aufeinander Bezug nehmen
sollen, um die Vielschichtigkeit und Faszination des Themas „Watt“ erfahrbar zu machen.


Christian Diehl - Konzept für das Sylt Stipendium - 2011




















Re-Natur


seit 2010

Preisträger "TRANS/FORM_fotoprojekt emscher-zukunft 2011



Re-Natur ist eine fotografische Arbeit, die das oft eigentümliche Verhältnis zwischen Mensch und Natur im Blick hat.

Die Tier und Pflanzenwelt unterliegt menschlichen Zwängen, ursprüngliche Natur gibt es in unseren Breitengraden nicht mehr.

Nur da wo der Mensch nicht ist, kann sich Flora und Fauna „frei“ entfalten.

Tiere, Pflanzen und Landschaften umgeben den zivilisierten Menschen meist nur partiell, dennoch ist das Wenige an Natur wichtig,

damit er sich überhaupt wohlfühlen kann.




















1m3 - Wald


24 teilige Arbeit - 2010




















1m3 - Acker


24 teilige Arbeit - 2009

Stipendium des Künstlerdorf Schöppingen 2009



Ein Fotokünstler als Maulwurf

Wie ein Maulwurf gräbt sich Christian Diehl durch Erde. Nicht irgendwelche Erde, sondern genau einen Kubikmeter Schöppinger Boden.

Der Fotokünstler ist im August als Gast in der Reihe „jahraus-jahrein“ mit einem Monatsprojekt im Künstlerdorf zu Gast.

Diehl führt in der Stiftung sein Kunstprojekt „1m3" durch: Er hat genau einen Kubikmeter Schöppinger Erdreich ausgehoben und

durchforstet nun den gesamten Bereich des Erdquaders nach Fotoobjekten. Nach und nach entsteht so aus einer „repräsentativen Stichprobe“ ein Überblick
zu den Wesensmerkmalen des Schöppinger Bodens.

Welche Pflanzen und Pflanzenteile, welche Lebewesen, welche Gesteinsbrocken und welche anderen Details sind dort verborgen?

Diehl inszeniert mit seiner Mittelformat-Makrokamera eine komplette fotografische Durchleuchtung des Fotogegenstands. Nach den Prinzipien einer genauen
und sachlichen Fotografie findet eine Art wissenschaftliche Dokumentation mit künstlerischen Obertönen statt. Sie beleuchtet und streift dabei viele
Nachbargebiete wie Geologie, Botanik und Zoologie.

Die einzelnen Bilder sind Versatzstücke aus einem Ganzen, die wie ein Gefüge direkt und assoziativ aufeinander zugeordnet sind,

da als verbindende Klammer immer der Ausgangs- und Sammelpunkt in dem einen, präzisen und nach Lage und Herkommen genau identifizierbaren
Erdblock gegenwärtig ist. Jede der entstehenden Fotografien ist jedoch nicht nur Fragmentbild, sondern gleichzeitig ein herausgehobenes Einzelstück mit allen ästhetischen
Aspekten, wie sie zu einem Kunstwerk gehören.

Westfälische Nachrichten - 26.08.2009




















1m3 - Halde


19 teilige Arbeit - 2006

2. Preis beim "Kunstpreis DEW21", 2008



Gibt es bestimmte Wesensmerkmale von Haldenflächen?
Welche Pflanzen und Tiere sind dort heimisch?
Welche Formen, Farben und Strukturen prägen das Erscheinungsbild dieses Ortes?
Diesen Fragen spürte Christian Diehl in seiner Arbeit 1m3 nach.

Haldenflächen sind typische Geländeformationen im Ruhrgebiet. Abraumhalden bestehen aus „totem Gestein“, eine Art Restgestein,

welches beim Kohleabbau keine Verwendung findet.

Von der Montanindustrie geprägt bilden sie eine für diese Region typische Landschaft und werden nun begrünt und als Freizeit- und Naherholungsgebiet
an die
Bevölkerung zurückgegeben. Die Halde Hoheward zählt zu einer der größten Halden Europas, mit einer Höhe von ca. 150 m und einer Flächenausdehnung von 1,6 km2.

Christian Diehl stach einen Kubikmeter typischen Haldenbodens der Halde Hoheward heraus, um ihn in einem Fotostudio fotografisch zu untersuchen. Unter Verwendung

einer sachlichen Fotografie fand eine art wissenschaftliche Dokumentation statt, die Aspekte aus dem Bereich Botanik, Geologie und Zoologie beleuchtet.

Bei seiner Vorgehensweise hat er den Erdblock komplett in seine Bestandteile wie Sträucher, Pflanzen, Blüten, Bodenproben, Steine, Tiere, Käfer und Würmer zerlegt

und diese fotografiert. Dadurch entstand eine Bestandsaufnahme einer übersehenen Geländeform hinsichtlich ihrer pflanzlichen und tierischen Lebensformen.

Die einzelnen Bilder wurden bewusst als Versatzstücke eingesetzt, die direkt oder assoziativ aufeinander Bezug nehmen, um die Vielschichtigkeit des Themas „Halde“

erfahrbar zu machen.

Anja Kügler - 2006